Überblick über Behandlungsmöglichkeiten

Überblick über Behandlungsmöglichkeiten

Das Ziel einer Operation ist es, das schwache Gewebe in Ihrer Bauchwand so zu versorgen (operieren), dass der Darm und anderes Gewebe sich nicht wieder durchdrücken können. Im Allgemeinen gilt, je früher die Operation, desto kleiner die Hernie und desto geringer das Trauma, das durch die Operation verursacht wird. Normalerweise erfolgt eine raschere Erholung bei kleineren Hernien. Deshalb kann es von Vorteil sein, möglichst früh eine ärztliche Diagnose einzuholen.

Sobald Ihre Hernie erfolgreich operiert worden ist und Sie sich von der Operation erholt haben, werden Sie in der Lage sein, in Ihren Alltag zurückzukehren.

Klicken Sie auf den Link, um einen Überblick über die chirurgischen Möglichkeiten zu erhalten:
Operation der Bauchwandhernie
Operation der Leistenhernie


Operation der Bauchwandhernie

Ihr Arzt wird Ihnen entweder eine offene oder laparoskopische Operation empfehlen. Dies ist abhängig von Ort und Schweregrad Ihrer Bauchwandhernie sowie von Ihrer Krankengeschichte. Bei beiden Operationsarten gibt es verschiedene Techniken. Die folgenden Informationen geben Ihnen Einblicke in diese unterschiedlichen Techniken:

Die offene Operation

  • Ihr Arzt macht dort, wo sich die Hernie befindet, einen Einschnitt in Ihre Bauchwand.
  • Der Darm oder das Gewebe im Herniensack werden in die Bauchhöhle zurückgeschoben.
  • Die Hernie kann auf zwei unterschiedliche Arten operiert werden:
    • "Konservative Operation" - bei dieser Operation werden die tieferen Schichten des Bauchwandgewebes mit Nahtmaterial zusammengenäht, z. B. mit GORE-TEX® Suture.
    • "Operation mit chirurgischem Netz" - ein chirurgisches Netz, z.B. GORE DUALMESH ® PLUS Biomaterial wird so platziert, dass es den Defekt in der Bauchwand bedeckt und überlappt. Das chirurgische Netz wird dann befestigt. Mit der Zeit wächst körpereigenes Gewebe in das chirurgische Netz ein. Es unterstützt und verstärkt damit die Versorgung. GORE DUALMESH ® Biomaterial wurde entwickelt, um sich fest mit dem Gewebe Ihrer Bauchwand auf der einen Seite, aber nicht mit den Darmschlingen auf der anderen Seite zu verbinden. GORE DUALMESH ® PLUS Biomaterial ist das einzige Material für Hernienoperationen mit zwei unterschiedlichen Funktionsoberflächen, das antimikrobielle Substanzen enthält. Diese hemmen das bakterielle Wachstum (genannt Kolonisierung) auf dem chirurgischen Netz bis zu 14 Tage nach der Operation - eine Eigenschaft, die für Patienten sehr hilfreich sein kann. Man sagt, dass bei etwa 10% der offenen Operationen bei Bauchwandhernien Infektionen auftreten.*
  • Der Hauteinschnitt wird mit Stichen, Klammern, chirurgischen Klebestreifen oder speziellem Klebstoff geschlossen.

    * Klinge U, Conze J, Krones CJ, Schumpelick V. Incisional hernia: open techniques. World Journal of Surgery 2005;29(9):1066-1072.

Die laparoskopische Operation

  • Ihr Arzt macht mehrere kleine Einschnitte (normalerweise drei bis sechs) in die Bauchwand um die Hernie herum.
  • Ihr Bauch wird mit Kohlendioxid aufgeblasen. Chirurgische Instrumente und ein Laparoskop (spezielle Kamera) werden durch die Einschnitte in den Bauchraum eingeführt.
  • Mit Hilfe der chirurgischen Instrumente wird eine „Operation mit chirurgischem Netz“ durchgeführt. (Siehe oben: Beschreibung der offenen Operation)
  • Das Gas wird wieder abgelassen und die Hauteinschnitte werden verschlossen.

Die laparoskopische Operation der Bauchwandhernie wird normalerweise in Vollnarkose durchgeführt. Diese Methode bietet potentielle Vorteile, z. B. eine schnellere Genesung, weniger Schmerzen, eine niedrigere Infektionsrate, weniger Fälle, in denen erneut eine Hernie auftritt sowie geringere Komplikationen.

Klinische Studien haben gezeigt, dass eine Operation mit chirurgischem Netz das wirksamste Vorgehen in der Mehrheit der Fälle bei Bauchwandhernien ist - unabhängig davon, ob Sie eine offene oder laparoskopische Operation erhalten.

Wie können Sie sich auf eine Operation vorbereiten? Siehe Vorbereitung auf eine Operation.

Operation der Leistenhernie

Ihr Arzt wird entweder eine offene oder eine laparoskopische Operation empfehlen. Dies ist abhängig von Ort und Schweregrad Ihres Leistenbruchs sowie von Ihrer Krankengeschichte. Bei beiden Operationsmethoden gibt es verschiedene Techniken: Die folgenden Informationen helfen Ihnen, diese Techniken zu verstehen.

Die offene Operation

  • Ihr Arzt macht dort, wo sich die Hernie befindet, einen Einschnitt - exakt über der Falte, wo der Unterleib auf den Oberschenkel trifft. Dies kann mit einer lokalen Epiduralanästhesie oder in Vollnarkose geschehen.
  • Darm oder anderes Gewebe im Herniensack werden in die Bauchhöhle zurückgeschoben. Die überschüssige Aussackung kann abgebunden oder entfernt werden.
  • Die Hernie kann auf drei unterschiedliche Arten operiert werden:
    • "Konservative Operation" - auch bekannt als "Operation mit Nahtmaterial". Bei dieser Operation werden die tieferen Schichten des Bauchwandgewebes mit Nahtmaterial zusammengenäht, z.B. mit GORE TEX ® Suture.
    • "Operation mit chirurgischem Netz“ oder "spannungsfreie Operation" - ein chirurgisches Netz, z. B. GORE MYCROMESH PLUS ® Biomaterial, wird über dem schwachen Bereich der Hernie vor der Bauchwandmuskulatur befestigt. Mit der Zeit wächst ihr körpereigenes Gewebe in das chirurgische Netz ein. Es unterstützt und verstärkt damit die Versorgung.
    • "Plug & Patch-Operation" - ein Raum füllender Plug "Zapfen", wie der GORE Bioresorbierbare Hernien-Plug, wird innerhalb des Leistenbruchs platziert, um das schwache Gewebe zu verstärken und zu unterstützen. Ein chirurgisches Netz wird dann über diesem Bereich befestigt. Der GORE Bioresorbierbare Hernien-Plug ist der einzige Hernien-Plug, der zu 100% resorbierbar ist. Er wurde entwickelt um Komplikationen, die mit permanenten (nicht resorbierbaren) Hernien-Plugs auftreten zu reduzieren.
  • Der Hauteinschnitt wird mit Stichen, Klammern, chirurgischen Klebestreifen oder speziellem Klebstoff geschlossen.

Die laparoskopische Operation

  • Ihr Arzt macht mehrere kleine Einschnitte (normalerweise drei bis sechs) in die Bauchwand, die die Hernie umgibt.
  • Ihr Unterleib wird mit Kohlendioxid aufgeblasen. Chirurgische Instrumente und ein Laparoskop (spezielle Kamera) werden durch die Einschnitte in den Unterleib eingeführt.
  • Mit Hilfe der chirurgischen Instrumente wird eine „Operation mit chirurgischem Netz“ durchgeführt. (Siehe oben: Beschreibung der offenen Operation)
  • Das Gas wird wieder abgelassen und die Hauteinschnitte werden verschlossen.

Die meisten laparoskopischen Operationen werden ambulant in Vollnarkose durchgeführt. Weil nur kleine Einschnitte erforderlich sind, führt die laparoskopische Operation zu einer kürzeren Erholungszeit, weniger Schmerzen, einer niedrigeren Infektionsrate, weniger Fällen, in denen erneut eine Hernie auftritt sowie zu geringeren Komplikationen.

Wie können Sie sich auf die Operation vorbereiten? Siehe Vorbereitung auf die Operation.

Diese Webseite soll kein Ersatz für einen professionellen ärztlichen Rat, eine Diagnose oder eine Behandlung sein. Nur ein Arzt kann eine Hernie diagnostizieren und behandeln.